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Schüleraustausch San Bonifacio-Brauweiler

Schüleraustausch Praktikum 2017An dem seit Jahren am Abtei-Gymnasium durchgeführten Praktikumsaustausch mit San Bonifacio, einer Stadt in der Nähe von Verona (Italien), konnten in diesem Jahr zehn Schüler und Schülerinnen aus der zehnten Jahrgangsstufe teilnehmen. Wie auch unsere Stufenkameraden, schrieben wir zunächst eine Bewerbung an die Schule, in der wir unsere Begeisterung an UNICEF und unseren Wunsch, an dem Austausch teilzunehmen ausdrückten. Zusätzlich war es uns wichtig, uns zumindest ein wenig in die italienische Sprache einzuarbeiten und mehr über Land und Leute zu erfahren. Hierzu wurde im zweiten Halbjahr die Italienisch-AG angeboten, damit wir uns bereits auf unseren 14-tägigen Aufenthalt einstimmen konnten. Dort zu arbeiten, wo andere Menschen Urlaub machen, in Lazise am Gardasee, dem deutschen Urlaubsparadies schlechthin, erschien uns wie ein Traum und wir fieberten der Abreise, die am 19.06 sein sollte, immer mehr entgegen. Und schließlich ging es los! Begleitet von Frau Epe erreichten wir Verona  unter dem wolkenlosen Himmel in einer guten Stunde, wo wir direkt herzlich von unseren Gastfamilien und sehr sommerlichen Temperaturen (ca. 40 Grad) empfangen wurden. Glücklicherweise bemerkten wir schnell, dass die Verständigung mit unseren Austauschpartnern überhaupt kein Problem war: Sie alle sprachen perfekt Englisch, einige sogar Deutsch! Doch bei den Eltern und den Großeltern unserer Gastfamilien, die uns sogleich vorgestellt wurden, hatten wir genug Gelegenheit, die paar Brocken Italienisch, die wir gelernt hatten, anzuwenden. Unsere Austauschschüler gaben sich alle Mühe uns ein abwechslungsreiches Programm zu bieten, bei dem sie uns viel von der Umgebung zeigte. Neben Bowling-Abenden, Pool-Partys (bei denen wir uns um 11 Uhr abends noch abkühlten) und Besuchen von nahe gelegenen Burgen und Kirchen, verbrachten wir einen Tag in Venedig und besichtigten Verona. Zudem aßen wir uns durch einige Eisdielen und einige von uns verbrachten ein paar Stunden am Meer. Insgesamt war es ebenso rührend wie beeindruckend, wie viele Gedanken sich die Italiener und Italienerinnen gemacht hatten, um uns einen tollen Aufenthalt in Verona zu gestalten. Ebenso schön war es, die italienische Lebensweise etwas kennenzulernen! Wir wurden überall mit einer unglaublichen Freundlichkeit begrüßt und empfangen und merkten schnell, wie wichtig die Familie in Italien ist.

Neben den sehr positiven Erfahrungen, die wir in unseren Gastfamilien machen durften, haben wir natürlich auch beim Praktikum viel gelernt. Unsere Aufgabe war es, in dem Touristenort Lazise Spenden für UNICEF zu sammeln. Dies beinhaltete natürlich verschiedene Arbeitsschritte: Zunächst einmal informierten wir uns über unser Projekt, die Unterstützung von Kindern in Syrien und auch über UNICEF selbst. Einiges wussten wir natürlich schon über die Situation in dem bürgerkriegsumkämpften Land, doch wie dringend die Hilfe wirklich nötig ist, verdeutlichten uns unsere Recherchen recht schnell. Allein die Tatsache, dass Spenden für Mikronährstoffpulver, das in Wasser aufgelöst eine Mahlzeit ersetzen kann, und Erdnusspaste gegen Unterernährung gebraucht werden, spricht seine eigene Sprache. Ganz zu schweigen davon, wie sehr die Notwendigkeit von Wasserpumpen unterstrichen wurde! Was uns aber auch schnell klar wurde: Schon mit einer kleinen Spende kann man relativ viel ausrichten! Auch über das Kinderhilfswerk UNICEF waren uns bereits einige Eckdaten bekannt, doch hier halfen uns die zusätzlichen Informationen sehr, unsere Begeisterung im Gespräch mit den Urlaubern zu vermitteln.

Als nächstes ging es natürlich an das Spendensammeln selbst. Hierzu stellten wir einen Informationsstand aus und liefen mit Spendenbüchsen bewaffnet durch die kleinen Straßen des Touristenortes. Da vor allem deutsche und englische Touristen in Lazise ihren Urlaub verbrachten, gab es keine Schwierigkeiten mit der Verständigung. Es war eher der Wunsch, den Urlaub in Ruhe genießen zu können, der einige vom Spenden abhielt. Doch im Laufe der Zeit erhielten wir auch viel positive Rückmeldung von Besuchern, die sehr bereitwillig und zum Teil auch große Summen spendeten. Viele Besucher lobten unser Engagement, was noch einmal eine zusätzliche Motivation war. Im Laufe der zwei Wochen ist letzten Endes einiges zusammengekommen, worüber wir uns sehr freuten! Doch natürlich fanden wir auch noch genug Zeit, uns im Gardasee abzukühlen, was bei den hohen Temperaturen wirklich toll war!

Kaum waren wir wieder zu Hause angekommen, konnten wir uns auch schon auf die Ankunft unserer Austauschschüler freuen, die die letzten beiden Wochen vor den Sommerferien bei uns verbrachten. Gemeinsam holten wir sie am Flughafen ab und zeigten ihnen  den Praktikumsplatz für die Woche. Die Italiener und Italienerinnen verbrachten die beiden Wochen in verschiedenen Kindergärten, Schulen und auch im Zahnrad, welches sich in unmittelbarer Nähe unserer Schule  befindet. Auch wir versuchten unseren Gästen einiges in der Umgebung zu zeigen: Gemeinsam fuhren wir nach Köln in die Innenstadt, sowie nach Ehrenfeld, um das multikulturelle Köln zu zeigen und verbrachten einige Abende zusammen.

Nachdem wir einen Monat zusammen verbracht hatten, flossen beim Abschied ein paar Tränen und wir hoffen auf ein baldiges Wiedersehen! Es war eine unglaublich tolle Erfahrung, gerade weil wir den Austausch mit dem Praktikum bei UNICEF kombinieren konnten!

Schülerinnen und Schüler, die in diesem Schuljahr am Praktikumsaustausch teilnehmen möchten, können sich bei Frau Epe melden.

Anna Doetsch (Q1), Frau Epe

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