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2000 Jahre alt und trotzdem noch aktuell

Am vergangenen Donnerstag machte sich der Grundkurs Religion der Qualifikationsphase 1 auf den Weg nach Wuppertal, um vor Ort das Bibelmuseum zu besuchen. Dort angekommen, begrüßte uns  Frau Drüeke als Gründerin des Bibelmuseums sehr herzlich und stellte uns Herrn Remmers vor, der ebenfalls als Gründungsmitglied das Bibelmuseum aus der Taufe gehoben hat.

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Aus sachkundiger Perspektive erläuterte der Experte anschaulich die Entstehungsgeschichte der Bibel, ohne sich dabei in Einzelheiten zu verlieren. So schilderte er uns lebhaft die Bedeutung des Nahen Ostens für die Entwicklung wichtiger Schreibsysteme der Antike und knüpfte dabei an die verschiedenen Typen von Schreibmaterialien an. Nachdem wir den Unterschied zwischen Pergament und Papyrus ganz praktisch vor Augen geführt bekamen, näherten wir uns antiken Inschriften, die nach Aussage Herrn Remmers die Vereinbarkeit von biblischer Geschichtserzählung und heutiger Geschichtswissenschaft darlegen.

Schließlich wies der Experte daraufhin, dass archäologische Funde, wie die Qumrantexte oder P 52, den Wahrheitsgehalt der schriftlichen Quellen garantieren, da auch nach fast 2000 Jahren keine erhebliche Differenz zwischen dem Text der heutigen Einheitsübersetzung und den gefunden Qumrantexten festzustellen sei.

Am Ende der Führung bestaunten wir den imposanten Nachbau einer Druckpresse, wie sie wohl auch Gutenberg benutzt haben wird und waren beeindruckt von den Ergebnissen der klösterlichen Schreibstummen des Mittelalters. Die Klöster galten vor allem im Mittelalter als Horte der Bücher und Hüter der Sprache. Dieses Erbe zu sichern und Wissen zu mehren war harte Arbeit.

Beeindruckt von der vielfältigen und ereignisreichen Entstehungsgeschichte der Bibel machten wir uns etwas müde aber bereichert auf die Heimreise.

K. Köster

Tags: Religionslehre

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