Presseberichte

(ksta) Viele Wünsche zum Geburtstag

Von Birgit Lehmann, 29.06.2014

Das Abtei-Gymnasium feierte am Samstag sein 40-jähriges Bestehen. Bei den Festreden wurden auch die anstehenden Veränderungen des Schulzentrums kritisch thematisiert. Auch an die Umbau-Zeiten wurden erinnert.

Pulheim. Das Geburtstagsständchen, das der Chor der Stufe Q1 brachte, war mit Bedacht gewählt: „Wind of change“. Die anstehenden Veränderungen am Abtei-Gymnasium wurden auch bei den Festreden zur 40-Jahr-Feier der Schule thematisiert und da fielen auch kritische Töne.

Am Samstagmorgen begann das Geburtstagsfest mit einem kleinen Festakt. Der ehemalige Schulleiter des Gymnasiums, Dr. Manfred Pulm, sprach von Methamorphosen, die eine Schule immer wieder durchmachen müsse, angefangen von äußeren bis inhaltlichen Veränderungen. So wurde an die Zeit der Umbauten erinnert, die Gerüste, die schon fast Normalität waren und auch die Pavillons, die als Provisorien errichtet wurden und vielen am Ende doch wie für die Ewigkeit gemacht schienen. Nun stehe die Schule vor großen inhaltlichen Veränderungen, erklärte der neue Schulleiter Martin Sina, der erst seit wenigen Wochen im Amt ist, und stellte zu Beginn seiner Rede die Frage, ob es das Gymnasium in zehn Jahren noch geben werde. „Diese Frage muss gestellt werden“, sagte Sina und gab gleich die Antwort: „Wir schaffen das.“ Nach den Sommerferien wird am Schulzentrum eine Gesamtschule ihren Betrieb aufnehmen, ein Versuch, der mäßig durchdacht sei, wie Sina sagte, es gebe hierfür bislang keine gelungenen Beispiele.

„Es wird spannend“

„Das Gymnasium hat die Aufgabe, die Kinder zum Abitur zu führen“, stellt er fest, „dabei stehen die Kinder im Zentrum“. Man werde abwarten müssen, ob der Sturm zu stark werde und der neue Mann forderte von Stadt und Rat „Verlässlichkeit“. Er endete mit den Worten: „Es wird spannend, ich freue mich darauf.“

Nach dem Festakt konnten sich die Besucher vom der Vielfältigkeit des Lernens an der Schule ein Bild machen. In Klassenräumen und Fluren gab es Ausstellungen, Fotodokumentationen und es wurden die Ergebnisse von Workshops vorgeführt, angefangen von Filmvorführungen bis hin zur Schreibwerkstatt. Aber es gab auch ein buntes kulinarisches Angebot. Die Besucher konnten frischgeschleuderten Honig kaufen, den die Bienen-AG des Abteigymnasiums hergestellt hatte.

An einem Stand ging es den Lehrern an den Kragen. Besucher konnten mit Bällen auf Lehrerfiguren aus Pappe werfen. Vincent und Sebastian, beide elf Jahre alt, und ihre Klasse hatten sich auch Gedanken über die Schule der Zukunft gemacht. Ihre Wünsche taten sie auf den selbstgebastelten Schulmodellen kund: „Viele Bäume, ein Pferdestall und eine Bäckerei statt Mensa.“

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