Presseberichte

(ksta) Aufbruchstimmung und Optimismus

Das Gymnasium in Brauweiler bekommt nicht nur eine Essensausgabe mit Nebenräumen, sondern auch eine "Szenefläche", auf der Theateraufführungen oder Konzerte stattfinden können.

ksta-aufbruchstimmung-11-2010

Pulheim - Mit zwei symbolischen Spatenstichen gab Bürgermeister Frank Keppeler gestern den Startschuss für die Mensabauten an den Schulzentren in Brauweiler und Pulheim. Die Gebäude plant Architekt Knut Würfel, der schon das Kultur- und Medienzentrum entworfen hat.

Wie wichtig die beiden rund 4,4 Millionen Euro teuren Großprojekte für die Stadt und die beiden Ganztagsgymnasien sind, erläuterte der Verwaltungschef vor Politikern, Verwaltungsmitarbeitern, Schulleitern und Schülern. Schulneubauten ständen für Aufbruchstimmung und Optimismus. „Sie sind ein deutliches Signal dafür, dass wir an die Sache glauben, für die wir die neuen Häuser errichten.“

In Brauweiler wird die Mensa für bis zu 300 Schüler zwischen den Fahrradstellplätzen und den Dreifachturnhallen gebaut. Geplant sind eine ausreichend dimensionierte Ausgabeküche, verschiedene Nebenräume, Kühlräume, Lager und Toiletten. Wie von Schulleitung, Lehrern, Schülern und Eltern gewünscht, lässt die Stadt eine „Szenefläche“ für Musik- und Theateraufführungen errichten. Sie zu bauen ist nun möglich, da die Schulgemeinde darauf verzichtet, dass die Beleuchtung im Foyer erneuert wird. Die eingesparten 40 000 Euro investiert die Stadt in die Szenefläche. In dem Zweckbau, der überwiegend aus Beton, Stahl und Glas errichtet wird, werden die Lüftungs- und Kabelkanäle in der offen gestalteten Decke sichtbar sein. Für den Standort spricht, dass die Baustelle für die Baufahrzeuge gut zu erreichen ist und der Unterricht so wenig wie möglich gestört wird. Vorteilhaft ist aus Sicht der Verwaltung auch, dass die Versorgungsleitungen kostengünstig an das bestehende Versorgungsnetz der Turnhalle angeschlossen werden können. „Zudem bleibt der größte Teil der Schulhofflächen erhalten“, so Bürgermeister Keppeler.

In Pulheim wird die Mensa für 288 Schüler mit Ausgabeküche, Kühlräumen und Lager zwischen Realschule und Gymnasium errichtet. Da die Toilettenanlage in der Schule bequem zu erreichen ist, verzichtet die Stadt darauf, Besuchertoiletten bauen zu lassen. Die geschätzten Baukosten belaufen sich auf 2,15 Millionen Euro. Ende 2010 müssen die Gebäude fertig sein. Ist das nicht der Fall, dann zahlt das Land die 400 000 Euro an Zuschüssen aus dem „1000-Schulen-Programm“ (200 000 Euro je Schule) nicht. Ursprünglich wollte die Stadt die Gebäude zeitversetzt bauen. Da aber die Bezirksregierung Ende 2008 beide Mensen bewilligt hat, muss die Stadt die Bauprojekte zeitgleich umsetzen.

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