Berufsorientierung am Abtei-Gymnasium

Was soll ich beruflich machen? Was macht mir Spaß, was kann ich, was ist sinnvoll? Welche Möglichkeiten gibt es nach dem Abitur, welche habe ich schon mit der Fachhochschulreife? Und wenn ich die nicht schaffe, was dann?

Mit solchen Fragen quälen sich viele unserer Schüler und Schülerinnen – aber viele stecken auch nach Vogel-Strauß-Manier den Kopf in den Sand und übersehen das Plakat, das zur nächsten Ausbildungsmesse einlädt, überhören den Hinweis des Berufsberaters, dass man sich auf viele Stellen bereits ein Jahr vorher bewerben muss, finden es überflüssig, Veranstaltungen aufzusuchen, die Berufe vorstellen, die nicht zu den ‚klassischen’ (Arzt, Rechtsanwalt) oder den gerade ‚modernen’ Berufen (Eventmanagement, ‚irgendwas’ mit Medien) gehören…

Dabei gilt auch in diesem Bereich: Je früher man beginnt, sich mit der Frage der Berufswahl zu beschäftigen, desto zielgerichteter kann dann, wenn es so weit ist, auch eine Entscheidung getroffen werden, die zur eigenen Persönlichkeit, den Interessen, dem Leistungsstand und auch zu den herrschenden Bedingungen und Anforderungen passt.

Vom Schuljahr 2014/15 an wird die erste gezielte schulische Anregung, sich mit diesem Themenkomplex auseinander zu setzen, vorverlegt: Zum ersten Mal wird der Potentialcheck für die 8. Klassen angeboten (letztmalig in diesem Schuljahr für die 9. Klassen).

Am Ende des 1. Halbjahrs sollen in den Differenzierungskursen der Jahrgangsstufe 8 Berufserkundungen an je einem Tag durchgeführt werden, Ende April soll der Girls‘ and Boys‘ Day von den Schülern und Schülerinnen der 8. und  9. Klassen wahrgenommen werden.

In der 9. Jahrgangsstufe erfolgt dann eine unterrichtsgebundene Vertiefung der Berufsorientierung –in den Fächern Deutsch und Politik stehen fachspezifische Aspekte zum Thema auf dem Lehrplan.

Am Ende der 9. Klasse informieren wir unsere Schüler/innen über das Praktikum, das am Ende des 10. Schuljahrs durchgeführt wird. So haben die Jugendlichen die Möglichkeit, sich ein Jahr im Voraus bei den Firmen oder Institutionen zu bewerben, bei denen sie gern ihr Praktikum absolvieren möchten. Diejenigen, die noch nicht wissen, was sie ausprobieren wollen, haben Zeit, sich nun ernsthaft mit dieser Frage zu beschäftigen.

Zu Beginn der 10 stellt sich Herr vom Hövel, unser Berater von der Agentur für Arbeit, den Schülerinnen und Schülern vor. Er informiert im Allgemeinen über Wege nach dem Abitur und die Möglichkeiten, sich über Ausbildungsplätze und Studiengänge zu informieren. Außerdem bietet er etwa alle sechs Wochen individuelle Sprechstunden an, in denen die Oberstufenschüler (EF bis Q2) konkrete Fragen klären können.

Am Ende der Stufe 10 (EF) findet das Praktikum statt. In den letzten beiden Schuljahren werden den Schülerinnen und Schülern Materialien und externe Veranstaltungen angeboten, die sie in ihrem Entscheidungsprozess unterstützen können.

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