Das Leistungskonzept des Abtei-Gymnasiums

Die Bewertung von Leistungen ist ein zentrales Merkmal von Schule und ist alltäglich im Unterricht zu beobachten. Leistungsbewertungen sind ein Instrument, um Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten feststellen und einordnen zu können. Nicht zuletzt sind sie die Grundlage für die Vergabe von Noten und Abschlüssen.

Aufgrund der großen Bedeutung der Leistungsbewertung ist es wichtig, dass die Aspekte und Kriterien der Leistungsbewertung offengelegt und erläutert werden. Die Bewertung von Leistungen am Abtei-Gymnasium soll sowohl für die Eltern als auch für die Schülerinnen und Schüler transparent und nachvollziehbar sein.

Aus diesem Grund haben die einzelnen Fachschaften am Abtei-Gymnasium ein sogenanntes Leistungskonzept für ihr Fach erstellt, welches in der Fachkonferenz verabschiedet wurde. Nach § 70 des Schulgesetztes legt die Fachkonferenz die Grundsätze zu Verfahren und Kriterien der Leistungsbewertung fest. Sie orientiert sich dabei an den in den Lehrplänen für die Sekundarstufe I und II ausgewiesenen Kompetenzen. Das fachbezogene Leistungskonzept ist für alle Mitglieder einer Fachschaft verbindlich. Es soll für ein möglichst hohes Maß an Transparenz und Vergleichbarkeit von Leitungsbeurteilungen sorgen.

Rechtliche Grundlagen der Leistungsbewertung

Für die Bewertung von Leistungen in der Sekundarstufe I und II gibt es rechtlich verbindliche Vorgaben im Schulgesetz und in den Prüfungsordnungen der beiden Stufen.

Schulgesetz § 48 „Grundsätze der Leistungsbewertung“

(1) Die Leistungsbewertung soll über den Stand des Lernprozesses der Schülerin oder des Schülers Aufschluss geben; sie soll auch Grundlage für die weitere Förderung der Schülerin oder des Schülers sein. Die Leistun­gen werden durch Noten bewertet. […]

(2) Die Leistungsbewertung bezieht sich auf die im Unterricht vermittelten Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten. Grundlage der Leistungsbewertung sind alle von der Schülerin oder dem Schüler im Beurteilungsbereich „Schriftliche Arbeiten“ und im Beurteilungsbereich „Sonstige Leistungen im Unterricht“ erbrachten Leistungen. Beide Beurteilungsbereiche sowie die Ergebnisse zentraler Lernstandserhebungen werden bei der Leistungsbewertung angemessen berücksichtigt.

Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Sekundarstufe I (APO-SI)

§6 Leistungsbewertung, Klassenarbeiten

(2) Zum Beurteilungsbereich „Sonstige Leistungen“ gehören alle im Zusammenhang mit dem Unterricht erbrachten mündlichen und praktischen Leistungen sowie gelegentliche kurze schriftliche Übungen in allen Fächern. Die Leistungen bei der Mitarbeit im Unterricht sind bei der Beurteilung ebenso zu berücksichtigen wie die übrigen Leistungen.

Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die gymnasiale Oberstufe (APO-GOSt)

§13 Grundsätze der Leistungsbewertung

(1) Im Kurssystem der gymnasialen Oberstufe ergibt sich die jeweilige Kursabschlussnote in einem Kurs mit schriftlichen Arbeiten (Klausuren) aus den Leistungen im Beurteilungsbereich „Klausuren“ (§ 14) und den Leistungen im Beurteilungsbereich „Sonstige Mitarbeit“ (§ 15). Die Kursabschlussnote wird gleichwertig aus den Endnoten beider Beurteilungsbereiche gebildet. Eine rein rechnerische Bildung der Kursabschlussnote ist unzulässig, vielmehr ist die Gesamtentwicklung der Schülerin oder des Schülers im Kurshalbjahr zu berücksichtigen. Bei Kursen ohne Klausuren ist die Endnote im Beurteilungsbereich „Sonstige Mitarbeit“ die Kursab­schlussnote.

(3) Die Lehrerin oder der Lehrer ist verpflichtet, die Schülerinnen und Schüler zu Beginn des Kurses über die Zahl und Art der geforderten Klausuren und Leistungsnachweise im Beurteilungsbereich „Sonstige Mitarbeit“ zu informieren. Etwa in der Mitte des Kurshalbjahres unterrichtet die Lehrkraft die Schülerinnen und Schüler über den bis dahin erreichten Leistungsstand. […]

Umgang mit dem Leistungskonzept am Abtei-Gymnasium

Auf der Grundlage des Leistungskonzepts werden den Schülerinnen und Schülern immer zu Beginn des Schuljahres die Grundsätze der Leistungsbewertung durch die Fachlehrerin bzw. dem Fachlehrer mitgeteilt. Dieses wird im Klassenbuch bzw. Kursheft vermerkt. Kriterien der Leistungsbewertung im Zusammenhang mit konkreten Arbeitsformen (Referate, Gruppenarbeit, Projektarbeit etc.) werden den Schülerinnen und Schülern grundsätzlich vor Beginn erläutert.

Daneben stehen die Leistungskonzepte der Fächer den Eltern sowie den Schülerinnen und Schülern auf der Homepage des AGB an dieser Stelle zum Ausdrucken oder Herunterladen zur Verfügung. Eine weitere digitale Version des Leistungskonzepts befindet sich jeweils bei den einzelnen Fächern.

Die von den Schülerinnen und Schülern erbrachten Leistungen werden regelmäßig und kontinuierlich von der Lehrperson dokumentiert. Anhand dieser Dokumentation erfolgt in regelmäßigen Abständen (mindestens einmal im Quartal) eine differenzierte Leistungsrückmeldung (in mündlicher oder schriftlicher Form) für jede Schülerin und jeden Schüler.

Bei Rückfragen zu den Kriterien der Leistungsbewertung sowie zum Leistungsstand setzen sich Schülerinnen und Schüler sowie die Eltern bitte zunächst mit den jeweiligen Fachlehrerinnen und Fachlehrer in Verbindung.

Darüber hinaus haben die Erziehungsberechtigten bei Elternsprechtagen und im Rahmen der regelmäßigen Sprechstunde die Gelegenheit, sich über den Leistungsstand ihrer Kinder zu informieren und dabei Perspektiven für die weitere Lernentwicklung zu besprechen.

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