(Deutsch) Berliner Märchentage

Internationaler Schülerwettbewerb der Berliner Märchentage

Die Berliner Märchentage loben einen Internationalen Wettbewerb für deutschsprachige Schülerinnen und Schüler der 4., 5. und 6. Klassen aus aller Welt aus, bei dem diese ihrer Kreativität freien Lauf lassen und märchenhafte Balladen dichten können. Kinder, die lieber zeichnen, dürfen ihre Illustrationen passend zu den Balladen einsenden.

Prämiert werden die zwölf schönsten Märchenballaden gemeinsam mit den zwölf gelungensten Bildern, die im Märchenkalender des folgenden Jahres veröffentlicht werden.

Hier können Sie einen Beitrag unserer Schule aus dem Jahr 2015 lesen:

Aladin, die Wunderlampe und ich

Man schrieb mal das Jahr neun, sieben, acht.

Da zog der Aladin in die  Schlacht,         

Im Gepäck die Wunderlampe,                                                    

um die sich schlängelte eine Rosenranke.

Denn benutzt hatte er sie schon lange nicht mehr.

Sie stand zum Schmuck in Mutters Lorbeer.

Mutter und Sohn ging es sehr, sehr gut,

drum zog Aladin in die Schlacht voll Mut.

Bei der allerschlimmsten Schlacht,

gegen einen König mit viel, viel Macht

da war’s fast aussichtslos für ihn.

Drum rannte er davon und rief: „ Ich muss fliehen.“

Die Wunderlampe aber, die vergaß er,

Die Mutter rief: „Mein lieber Herr,

sowas vergisst man nicht,

drum rüttele und schüttele ich dich!“

In die Wüste schickte sie ihn,

denn der arme Aladin wollte schon wieder fliehen.

Doch er hatte weder „Wasser noch Brot.

nur ein Kamel und in der Hitze litten beide Hungersnot.

Den Geist aber, den fand ich.

oder sagt man, er fand mich?

Die Lampe aber war voll, nicht leer

und gerade das wunderte mich sehr.

Denn erwartet hatte ich bloß eine wertlose Lampe –

und keinen alten, magischen Geist mit Riesenwampe.

Er fragte: „Wie kann ich dir dienen?“

„Äh sorry, ich bin verwirrt, aber gern hätte ich einige Apfelsinen.“

Und von da an kam richtig Leben ins Spiel,

denn wünschen wollte ich mir wirklich viel!

„Ich hätte gern Süßes – und davon nicht zu knapp!“

Meine Geschwister riefen: „Gib uns was ab!“

Der Geist sagte: „Pass bloß auf,

meine Kräfte können stören den Schicksalslauf.“

Er machte mir ein schauerliches Angebot,

auf Leben oder Tod.

Doch ich willigte ein

und wollte der reichste Mensch auf Erden sein.

Der Geist sagte: „So geht das nicht,

sonst erlischt mein Lebenslicht:“
„Oh, Dschinn, das tut mir leid,

ich will dir nicht verkürzen die Lebenszeit.“

„Doch eine Oase mit trockenen Wüsten und Sand hätte ich gern,

denn all dies ist so fern.“

Und schwupp hatte ich alles vor mir.

Darauf stand ein Riesentier.

Das war ein Elefant,

der plötzlich verschwand.

Ich wünschte mir einen süßen lieblichen Jungen,

schwupps – da kam er angesprungen.

Alle riefen: „Das ist ja Aladin!“

Und schwupps – verliebte ich mich in ihn.

Wir heirateten dann in Schwerin.

Das Kamel, sein Lieblingstier,

behielten wir.

Die Wunderlampe auch –

doch wir nahmen sie nie mehr in Gebrauch.

Denn wir waren glücklich und freundlich und Freunde hatten wir auch!

Zoe Nathusius und Amelie Esser
Klasse 6b

Drucken