Neues Erasmus+-Projekt 2019/2021 fördert Umweltbewusstsein in Europa (2)

Nach mehreren erfolgreichen Comenius- und Erasmus+-Projekten, die wir in der Vergangenheit mit großer Freude und unvergesslichen Begegnungen durchgeführt haben, nimmt unsere Schule wieder an einem von der EU geförderten Austausch-Programm (Erasmus+) teil. Mit fünf weiteren europäischen Ländern arbeiten wir zwei Jahre lang an dem Projekt „Creating Eco Friendly Citizens“. 

Erasmus gefördert

Bei dem Projekt geht es darum, bei Schülerinnen und Schülern ein Umweltbewusstsein zu stärken bzw. zu wecken und mit ihnen gemeinsam Handlungsalternativen zu erarbeiten. Dazu werden Schülerinnen und Schüler aller beteiligten Schulen die ökologischen Bedingungen des Schulalltags und ihrer Umgebung erforschen, z.B. in Bezug auf die Vermeidung nichtabbaubarer Produkte aus Kunststoff  und umweltfeindlicher Reinigungsmittel, Möglichkeiten des Recyclings im Schulalltag und zu Hause, die Nutzung des Außenbereichs der Schule, um eine artgerechte Umgebung für Insekten zu schaffen,  oder die Ernährung in der Schule. Alle diese Themen sollen mit den anderen Schulen besprochen werden.

Ein wichtiger Aspekt dabei ist, Verständnis dafür zu schaffen, wie Umweltprobleme gelöst werden können. In der Zusammenarbeit mit Schulen aus vielen verschiedenen Ländern wird deutlich, dass diese Probleme global sind und dass wir nur gemeinsam Lösungen finden können. Mit den teilnehmenden Schulen aus Norwegen, der Türkei, Italien, Portugal, Spanien und Deutschland hoffen wir, bei allen Teilnehmenden eine europäische Perspektive zu entwickeln. Dazu werden sich die Schülerinnen und Schüler in den verschiedenen Ländern treffen. 

Das erste Treffen mit dem Titel „Organic and Local Farming as a Basis for the Mediterranean Diet“ findet bereits in der Woche 10.-17.11.2019 in Valencia in Spanien statt. Die Schülerinnen und Schüler des Neigungskurses Europa sind während des Aufenthaltes in Gastfamilien untergebracht, deren Kind dann an dem Gegenbesuch in Deutschland teilnimmt. Weitere interessierte Schülerinnen und Schüler der Stufen 7 bis 9, die einen Gastschüler aufnehmen und an dem Treffen im Land dieses Gastschülers teilnehmen möchten, können sich gern unverbindlich bei den verantwortlichen Lehrpersonen melden.

Eine erste Möglichkeit der Beteiligung an diesem europäischen Projekt bietet sich der gesamten Schulgemeinde bei der Teilnahme am Logo-Wettbewerb. Die Schülerinnen und Schüler der Neigungskurse Europa entwickeln momentan Vorschläge für ein gemeinsames Logo, das die Ziele und Teilnehmenden unseres Projekts symbolisiert. Die besten Vorschläge werden bei unserem internationalen Wettbewerb aller Schulen eingereicht. Sobald die Entwürfe fertig sind, finden Sie auf unserer Homepage die Einladung zur Teilnahme an der deutschen Vorentscheidung.

 Das Erasmus+-Projekt wird mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert.

D. Epe 

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And the winner is

Der Logowettbewerb ist entschieden. Der Gewinner erhielt 36% der Stimmen. Insgesamt wurden 2197 Stimmen abgegeben. 

LogoCEFC

D. Epe

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Wie eine zweite Familie - Erlebnisse beim Erasmusaustausch

erasmus austauschVor einer Woche bin ich mit vier anderen Schülerinnen und drei Lehrern im Rahmen des Erasmus+ Projekts „Creating Eco Friendly Citizens“ für eine Woche nach Spanien geflogen. Ich habe mir vor der Abreise einige Sorgen gemacht: Es war mein erster Flug, ich lebe eine Woche bei einer fremden Familie und bin dazu auch noch in einem Land, dessen Sprache ich nicht spreche. Das war ziemlich viel Neues für mich und ich hätte ehrlich gesagt am ersten Tag niemals gedacht, dass ich eine Woche später weinend mit meiner Gastfamilie in Valencia am Flughafen stehen würde, sie eine zweite Familie nennen würde und nicht mehr weg wollen würde.

Als wir am Sonntagnachmittag in Valenica gelandet sind, warteten unsere fünf Gastfamilien schon auf uns. Ich hatte vor dem Austausch schon ein paarmal mit Carmen geschrieben und wusste von Bildern, wie sie aussieht. Sie hat drei jüngere Geschwister und sie leben mit ihrer Mutter in einer kleinen, aber schönen Wohnung in dem kleinem Nebenort von Valencia, Paiporta. Ich bin zwar von Zuhause gewöhnt, viele Geschwister zu haben, allerdings sind diese alle älter als ich und in Spanien war ich auf einmal die Älteste. Die Straßen, die wir vom Flughafen zu ihr nach Hause fuhren, kamen mir so fremd vor, doch nachdem wir ein paarmal zum Consum oder zur Schule gelaufen waren, kannte ich die meisten Straßen und Ecken in Paiporta ziemlich gut. Wir haben uns gleich am ersten Tag noch mit allen anderen Austauschschülern getroffen und sind alle zusammen auf eine kleine Kirmes gegangen. Obwohl ich Carmen erst ein paar Stunden richtig kannte haben wir uns super verstanden. Die nächsten Tage verliefen alle superschön und werden mir für immer in Erinnerung bleiben. Obwohl ich kein Spanisch und meine Familie in Spanien kein Englisch konnte, hatten wir jeden Tag beim Abendessen total viel zu erzählen und Dank Googleübersetzer und Zeichensprache hat das auch immer funktioniert. Wir hatten tagsüber immer ziemlich viel Programm, doch ich habe trotzdem super viel Zeit mit der Familie verbracht. Wir haben Carmens Oma und Opa besucht, waren zusammen Shoppen und haben viele andere Dinge unternommen, aber es waren auch die kleinen Dinge, die die Woche so schön gemacht haben. Ob es zusammen mit Carmen und ihrer Mutter beim Kochen oder beim Englischlernen mit den Kleinen war, ich habe mich immer aufgenommen und wohl gefühlt. Alle waren total interessiert, wenn ich ihnen etwas über meinen Alltag in Deutschland erzählt habe. Und genauso begeistert war ich von ihren Erzählungen aus Spanien. So haben sie mir Videos von den Fallas (valencianisches Volksfest) gezeigt und ich vom Karneval in Köln. Es gab eigentlich immer etwas zu erzählen und wir haben total viel zusammen gelacht. Der Abschied hingegen fiel mir sehr schwer, ich wollte nicht, dass diese Zeit zu Ende geht, ich wollte einfach in Spanien blieben. Aber man muss nach vorne schauen und es gibt eine Chance, dass Carmen bei dem Treffen nächstes Jahr zu mir kommt und meine Familie kennenlernt. Ich habe immer noch jeden Tag Kontakt mit Carmen und möchte ihn auch nicht verlieren. Sie und ihre Mutter haben mich außerdem auch noch eingeladen sie zu besuchen und bei ihnen zu wohnen. Wer weiß, vielleicht verbringe ich meinen Sommerurlaub nächstes Jahr in Valencia. 

Bente Klapper , D. Epe

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