Religionslehre

Der Ausflug zum EL – DE Haus und die Suche nach den Stolpersteinen

Am Freitag (15. November 2013) machten die Religionskurse von Herrn Heuschkel und Frau Isermann einen Ausflug in das EL-DE Haus (Leopold Dahmen Haus), welches 1935 von der Gestapo eingenommen wurde. Die Kurse haben eine Führung durch das fünfstöckige Haus unternommen und sind danach in den Keller gegangen, wo die Gestapo ihre Zellen untergebracht hatte. Im zweiten Keller gab es einen hauseigenen Bunker, der für 60 Leute ausgelegt war.

 StolpersteineStolpersteine

Nach der Führung bekamen wir die Aufgabe, in kleinen Gruppen mit der Bahn an einen Ort in Köln zu fahren, um ein bestimmtes Denkmal zu suchen. Bei dem Denkmal handelte es sich um einen der vielen „Stolpersteine“ (ein goldene Messingstein im Boden), die in der ganzen Stadt verteilt sind. Die Stolpersteine wurden ursprünglich von dem Künstler Gunter Demnig verlegt und erinnern heute daran, dass an diesen Orten Juden, Sintis, Romas, Homosexuelle oder politisch Verfolgte zur Zeit des Nationalsozialismus gewohnt haben und von dort aus in eins der diversen Konzentrationslager verschleppt worden sind. Als Beweis dafür, dass wir an diesen Orten tatsächlich waren, sollten wir mit unserem Handy ein Fußportrait schießen. Erst dann öffneten wir den Briefumschlag, den Frau Isermann/ Herr Heuschkel uns gegeben hatte. In diesem war eine Biographie des Deportierten enthalten. Eine Gruppe besuchte zum Beispiel den ehemaligen Wohnort eines Rabbis, eine andere Gruppe machte sich mit der Geschichte eines sechsjährigen Mädchens vertraut und eine andere beschäftigte sich mit der Biographie eines Transsexuellen usw.

Nachdem wir die Biographie gelesen und mehr über den Verschleppten erfahren hatten, interviewten wir Passanten auf der Straße, ob diese das Projekt befürworten würden oder sich – wie die Präsidentin des Zentralrates der Juden 2009 – eher negativ über die Stolpersteine äußern würden .

Die Gruppen sollten von diesem Interview ein Sprachmemo aufnehmen, welches später im Religionsunterricht verwendet wurde. Die Fragen des Interviewers waren:

„Was wissen Sie von den Stolpersteinen?“ „Stimmen Sie mit der Meinung von Frau Knobloch überein?.“

Im Unterricht haben die diversen Gruppen die einzelnen Personen über „fiktive Museumskoffer“ präsentiert, die bislang noch im B-Turm ausgestellt sind.

Viele der SchülerInnen fanden diesen Ausflug sehr gelungen, bis auf einige kleine Fehler mit den Bahnverbindungen.

Lukas Dahlberg, Silvia Isermann

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